Du willst ein GIF erstellen, weisst aber nicht genau, wie das funktioniert? Kein Problem! Ob aus einem Video, aus Fotos oder direkt am Smartphone - animierte GIFs lassen sich heute mit wenigen Klicks selbst machen. In diesem Tutorial zeigen wir dir die besten Methoden, kostenlose Tools und praktische Tipps, damit dein erstes GIF auf Anhieb gelingt.
Ein GIF (Graphics Interchange Format) ist ein animiertes Bildformat, das kurze Bewegtbilder ohne Ton in einer Endlosschleife abspielt. Du kannst GIFs aus Videos, Fotos oder Bildschirmaufnahmen erstellen - am Computer, am iPhone oder auf Android-Geräten. Kostenlose Online-Tools wie EZGIF oder GIPHY machen den Einstieg besonders einfach.
GIF erstellen: Diese Methoden gibt es
Je nachdem, was du als Ausgangsmaterial hast und welches Gerät du nutzt, stehen dir verschiedene Wege offen. Hier ein Überblick:
GIF aus Video erstellen - Schritt für Schritt
Die häufigste Methode: Du hast einen lustigen Videoclip und willst daraus ein teilbares GIF aus Video erstellen. Das geht am schnellsten mit einem kostenlosen Online-Tool.
1Video hochladen
Öffne ein Online-Tool wie EZGIF.com oder GIPHY.com und lade dein Video hoch. Die meisten Tools akzeptieren MP4, WebM und AVI bis zu einer bestimmten Dateigrösse.
2Ausschnitt wählen
Setze Start- und Endpunkt für deinen Clip. Tipp: Die besten GIFs sind 2-6 Sekunden lang. Kürzer ist fast immer besser - so bleibt die Dateigrösse klein und die Animation lädt schnell.
3Einstellungen anpassen
Wähle die Bildrate (10-15 fps reichen meistens), die Auflösung (480px Breite ist ein guter Standard) und optional einen Textoverlay. Niedrigere Werte = kleinere Datei.
4Konvertieren und speichern
Klicke auf "Erstellen" oder "Convert" und lade dein fertiges GIF herunter. Die Datei sollte idealerweise unter 5 MB bleiben, damit sie überall problemlos geladen wird.
Ein häufiges Problem bei selbst erstellten GIFs: Die Datei wird zu gross. Reduziere die Farbanzahl auf 128 oder 64 Farben, verkleinere die Auflösung und kürze die Dauer. EZGIF bietet dafür einen eigenen "Optimize"-Bereich.
GIF erstellen am iPhone
Du willst unterwegs ein GIF erstellen und hast nur dein iPhone dabei? Das geht einfacher als du denkst - sogar ohne zusätzliche App.
Mit der Kurzbefehle-App (ohne Extra-App)
Apple liefert mit der Kurzbefehle-App bereits ein fertiges GIF-Tool mit. Öffne die App, suche nach "GIF erstellen" in der Galerie und füge den Kurzbefehl hinzu. Danach wählst du einfach deine Fotos oder ein Live Photo aus - der Kurzbefehl erstellt automatisch ein GIF daraus.
Live Photos als GIF speichern
Jedes Live Photo, das du mit dem iPhone aufnimmst, lässt sich direkt als Animation nutzen. Öffne das Foto, tippe oben links auf "Live" und wähle "Endlosschleife" oder "Abpraller". Das Ergebnis kannst du über die Kurzbefehle-App oder eine App wie GIPHY als GIF exportieren.
GIF-Apps für iPhone
Für mehr Kontrolle empfehlen sich Apps wie GIPHY Cam oder ImgPlay. Damit kannst du Videos und Fotos in GIFs umwandeln, Filter hinzufügen und die Geschwindigkeit anpassen.
GIF erstellen auf Android
Auch auf Android kannst du unkompliziert ein GIF erstellen. Samsung-Geräte bieten eine eingebaute Funktion in der Galerie-App: Öffne ein Video, tippe auf das Teilen-Symbol und wähle "GIF erstellen". Das System schneidet den Clip automatisch zu.
Auf anderen Android-Geräten helfen Apps wie GIF Maker oder GIPHY. Der Workflow ist ähnlich wie am iPhone: Video oder Fotos auswählen, zuschneiden und als GIF exportieren.
GIF erstellen für WhatsApp
Wusstest du, dass WhatsApp eine eingebaute GIF-Funktion hat? So nutzt du sie:
- Video als GIF senden: Wähle ein Video unter 6 Sekunden aus. Oben im Vorschaubildschirm erscheint ein Schalter "GIF" - aktiviere ihn, und WhatsApp verschickt das Video als Endlosschleife
- GIF-Suche: Tippe in einem Chat auf das Emoji-Symbol, dann auf "GIF" unten. Hier durchsuchst du die GIPHY-Bibliothek direkt aus WhatsApp heraus
- Eigenes GIF teilen: Erstelle dein GIF mit einer der oben genannten Methoden, speichere es auf dem Handy und versende es als Bild-Anhang. WhatsApp erkennt das GIF-Format automatisch
Kostenlose Tools im Vergleich
Welches Tool passt zu dir? Hier eine Übersicht der besten kostenlosen Optionen:
- EZGIF.com: Der Allrounder - Video zu GIF, Bilder zu GIF, Optimierung, Cropping. Alles im Browser, keine Anmeldung nötig
- GIPHY.com: Perfekt, wenn du dein GIF direkt teilen willst. Grosses Archiv, eigene App
- ScreenToGif (Windows): Bildschirmaufnahmen direkt als GIF aufnehmen. Ideal für Tutorials und Software-Demos
- GIMP: Kostenlose Photoshop-Alternative mit GIF-Export. Mehr Aufwand, aber volle Kontrolle über jeden einzelnen Frame
Adobe Photoshop bietet über die Zeitleisten-Funktion die präziseste Kontrolle über Frame-Timing, Farbpaletten und Optimierung. Wie das genau funktioniert, erfährst du demnächst in unserem ausführlichen Photoshop-GIF-Tutorial.
Aktuelle Entwicklungen: GIF vs. moderne Formate
Das GIF-Format stammt aus dem Jahr 1987 - und ist trotzdem lebendiger denn je. Allerdings gibt es inzwischen modernere Alternativen:
- WebP: Googles Format unterstützt Animation bei deutlich kleinerer Dateigrösse. Wird von allen modernen Browsern unterstützt
- APNG: Animiertes PNG mit besserer Farbtiefe und Transparenz als GIF
- MP4-Loops: Plattformen wie Twitter und Reddit wandeln hochgeladene GIFs intern in kurze Videos um, weil das effizienter ist
Trotzdem bleibt das GIF-Format der universelle Standard für kurze Animationen. Es wird überall unterstützt, ist einfach zu erstellen und braucht keinen Videoplayer. Mehr zur faszinierenden Geschichte der GIFs findest du in unserem Wissens-Artikel.
Häufige Fragen
Für Webseiten und Social Media sollte ein GIF idealerweise unter 5 MB bleiben. WhatsApp komprimiert GIFs über 5 MB automatisch, was die Qualität verschlechtert. Für Discord liegt das Limit bei 8 MB (ohne Nitro).
Nein, das GIF-Format unterstützt keinen Ton. Wenn du Animation mit Sound brauchst, verwende stattdessen ein kurzes MP4-Video. Plattformen wie GIPHY zeigen zwar "GIFs mit Ton", dabei handelt es sich aber technisch um kurze Videos.
480 Pixel Breite ist ein guter Kompromiss zwischen Qualität und Dateigrösse. Für Profilbilder oder kleine Reaktions-GIFs reichen auch 320 Pixel. Grösser als 720 Pixel sollte ein GIF selten sein.
Lade das Video zunächst herunter (achte auf das Urheberrecht!) und nutze dann ein Tool wie EZGIF oder GIPHY, um den gewünschten Ausschnitt als GIF zu exportieren. Einige Online-Tools akzeptieren auch direkt eine YouTube-URL.
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